Linie und Schnitt bestimmen das Werk der Künstlerin Katharina Hinsberg (Jg. 1967), die auf vielschichtige Weise den Begriff der Zeichnung erweitert und deren Auswirkung auf den Raum untersucht.

Durch unterschiedlichste Verfahren (Schneiden, Bohren, Bezeichnen mit den Fingern oder dem Stift) befragt die Künstlerin Bedingungen, Möglichkeiten und Bezüge dieser Gattung. Ausgehend von der Handzeichnung erfolgt immer eine anschließende Bearbeitung, etwa indem Hinsberg diese als Negativ- oder Positivform mit einem Messer aus dem Papiergrund befreit oder als Loch per Bohrung in einen anderen Bildträger überführt.

So schafft sie Papierschnitte und plastische Arbeiten bis hin zu beeindruckenden Rauminstallationen wie einer dynamischen, aus einzelnen Kugeln durch die Räume geführten Linie. Immer wieder lässt die Künstlerin uns die Linie auf ungewohnte und überraschend neue Art und Weise erfahren: Als physische Präsenz im Raum, als Aussparung, Negativraum oder gar als Schatten.

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Publikation mit einem Gespräch zwischen Katharina Hinsberg und Sabine Mainberger. Präsentation Dienstag, 17.05.2022, 19:30 Uhr, anlässlich des Vortrages von Prof. Dr. Sabine Mainberger zum Werk Katharina Hinsbergs.