L’art pour l’art war noch nie Sache der 1949 in Basel geborenen Künstlerin Miriam Cahn. Ihr bildnerisches OEuvre zeichnet sich seit mehr als 40 Jahren durch eine drängende Intensität aus, mit der sie das Menschsein in all seiner seelischen und körperlichen Verletzbarkeit zum Thema nimmt.

Das Neue Museum widmet der international renommierten Künstlerin zwei Räume, die als Installationen angelegt sind: der durch Lucius Grisebach angekaufte Zyklus krieg (1999) mit 20 Bildern und der anlässlich der documenta 2017 in Athen gezeigte „Athener“ Raum mit 41 Zeichnungen und begleitenden Texten sowie weitere Gemäld.

Die Bilder suchen – auf Augenhöhe gehängt – das unmittelbare Gegenüber der Betrachterinnen und Betrachter. Auf diese Weise stellt Miriam Cahn nicht nur eindringlich den eigenen künstlerischen Kosmos vor, sondern zielt auf eine persönliche Resonanz hinsichtlich gesellschaftlicher Themen, wie Krieg, Flucht oder sexuelle Identität.

Der documenta-Raum wurde ermöglicht durch Dauerleihgaben der Sammlung Kerstin Hiller und Helmut Schmelzer. Regelmäßig präsentiert das Neue Museum Künstlerräume aus dem Besitz des Nürnberger Sammlerpaars.