Ab 17. Dezember 2021 zeigt das Kunstgewerbemuseum die Sonderpräsentation „How to Dior. Christian Dior und seine Nachfolger*innen“. Neben spektakulären Original-Entwürfen aus der Sammlung des Kunstgewerbemuseums werden Arbeiten von Studierenden der Hochschule Macromedia Berlin zu sehen sein. Insgesamt sind rund 10 Professor*innen und 100 Studierende aus den Bachelor-Programmen Fashion Design, Fashion Management, Schauspiel und Kommunikationsdesign an der Ausstellungskooperation beteiligt.

Aktueller Anlass der Sonderpräsentation sind die jüngsten Zugänge von Dior-Modellen in die Sammlung des Kunstgewerbemuseums. Durch die neuen Erwerbungen und Schenkungen ist es nun möglich, eine chronologische Zeitreise durch die Geschichte des Modehauses zu unternehmen. Angefangen bei den frühen Modellen von Christian Dior werden erstmals noch nie gezeigte Entwürfe seiner Nachfolger Yves Saint Laurent, Marc Bohan, Gianfranco Ferré und John Galliano der Öffentlichkeit präsentiert. Highlight der 28 Objekte umfassenden Ausstellung im Modekabinett des Kunstgewerbemuseums wird das 2019 erworbene, über und über mit Glasperlen bestickte Abendkleid „Mexique“ aus der Herbst/Winter-Kollektion von 1951 sein.

Bereits mit seiner ersten, 1947 präsentierten Kollektion war Christian Dior (*1905 in Granville, Frankreich) nach der langen kriegsbedingten Zeit der Entbehrungen schlagartig in aller Munde. Mit seiner Ligne Corolle, die eine figurbetonte Silhouette mit schmaler Taille und weit schwingendem Rock propagiert, kam eine verloren gegangene Leichtigkeit in die Mode zurück – der „New Look“ war geboren. Mit seinen Kollektionen bestimmt Dior im folgenden Jahrzehnt die Mode seiner Zeit. Nach seinem plötzlichen Tod 1957 übernimmt Yves Saint Laurent die Leitung des Hauses. Er interpretiert Diors Erbe mit einer eigenen revolutionären Handschrift und setzt den Startpunkt für die Reihe seiner Nachfolger. Bis heute prägt das Unternehmen das aktuelle Modegeschehen und entwirft mit seiner Chefdesignerin Maria Grazia Chiuri Saison für Saison Musthaves für Modebegeisterte.

„Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit, denn für Nachwuchs-Designerinnen und -designer ist es unglaublich wertvoll, von Designikonen der Modegeschichte zu lernen“, sagt Karolin Violante, Professorin für Modedesign und inhaltliche Koordinatorin der Kooperation.

Sabine Thümmler, Direktorin des Kunstgewerbemuseums: „Ich bin begeistert über die Kooperation, für die das Kunstgewerbemuseum wiederum ganz große Couturiers mit jungen Modedesignerinnen und -designern zusammenbringt. Mode ist und bleibt ein prickelndes Thema – gerade auch für unser junges Publikum.“

Die Zusammenarbeit startete mit einem digitalen Vortrag von Ausstellungskuratorin Katrin Lindemann Anfang April 2021. Mehr als 100 Studierende nahmen daran teil. Mehrere Gruppen von Studierenden besuchten zudem das Depot des Museums und setzten sich mit den Schnitten und der Restaurierung der Dior-Kleider auseinander. Im laufenden Sommersemester erarbeiten die Studierenden der Hochschule Macromedia Modedesigns, Social-Media-Konzepte und interdisziplinäre Ausstellungsformate rund um Christian Dior. Im Fach Modedesign untersuchen Studierende die verschiedenen Creative Directors und Nachfolger Diors, entwickeln neue Visionen oder erarbeiten in Design-Teams von zwei bis fünf Studierenden eine Kollektion. Die Arbeit umfasst das Konzept bis hin zur Fertigung der Outfits, wobei der Schwerpunkt auf der Realisierung der Kleidungsstücke liegt. Wie die Ausstellung der Originale und der aktuellen Interpretationen der Studierenden auf Social Media begleitet werden kann, entwickelt der Studiengang Kommunikationsdesign. Eine Verbindung zu aktuellen urbanen Berliner Trends schafft der Studiengang Fashion Management mit virtuellen und realen Ausstellungsflächen. So sollen auch junge Zielgruppen für die Designideen von Dior begeistert werden. Die besten Arbeiten sind bis 27. März 2022 im Rahmen der Sonderpräsentation im Kunstgewerbemuseum zu sehen.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 10:00 - 18:00 Uhr
Samstag - Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: smb.museum