„Der Grüffelo“, „Die Schnecke und der Buckelwal“, „Räuber Ratte“, „He Duda“ – das sind einige von mehr als hundert Büchern, die Axel Scheffler illustriert hat und mit denen er weltbekannt wurde. „Der Grüffelo“ (mit Autorin Julia Donaldson) gehört zu den meist- verkauften Kinderbüchern aller Zeiten. Für sein Studium zog Axel Scheffler Anfang der 1980er-Jahre von Hamburg nach Großbritannien und ist bis heute dortgeblieben. Um Kontakt mit Familie und Freunden zu halten, entwickelt sich ein reger Briefverkehr. Die Ausstellung „Von Monstern, Mäusen und Menschen. Axel Schefflers fantastische Briefbilder“ zeigt eine umfassende Auswahl von Briefumschlägen, die der Zeichner bemalt und gestaltet hat, ebenso ausgewählte zeichnerische Antworten. Mit ihren 350 Briefbildern macht die Ausstellung eine Liebeserklärung an die Briefkultur. Sie zeigt aber auch die künstlerische Originalität von Axel Scheffler.

Briefkorrespondenzen
Das Besondere an den Brieffreundschaften, die Axel Scheffler seit rund vierzig Jahren pflegt, ist, dass er die Briefumschläge auf besondere Weise gestaltet. Es entstehen Collagen und Illustrationen. Diese Praxis behält Scheffler bei und so bekommen auch Autor:innen, Künstler:innen und Verlage mit der Zeit gestaltete Briefumschläge. Es entstehen etliche illustrierte Briefkorrespondenzen, unbeeindruckt vom Aufkommen der digitalen Kommunikation.

Die illustrierten Briefe, die in den letzten vierzig Jahren von Axel Scheffler geschaffen wurden, können als wichtiger Teil seines künstlerischen Werkes betrachtet werden. Auf kleinem Raum nimmt er sich hier Freiheiten, die ihm bei seinen Buchaufträgen so nicht möglich sind. Die Motive spiegeln private Themen ebenso wider wie Ereignisse des Zeitgeschehens. Die sorgsam von Scheffler ausgesuchten Briefmarken spielen oft eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des Umschlags. 

Spuren des Transports
Die Ausstellung dokumentiert neben all diesen Aspekten aber auch die Spuren, die der Transport dieses klassischen Kommunikationsmittels hinterlässt: Stempel, Flecken, Knicke, Aufkleber sind „Zutaten“, die entstehen, wenn man solche Kunstwerke einem öffentlichen Briefkasten übergibt.

An der rechten Ausstellungswand gibt es einen chronologischen Überblick über Schefflers illustrierte Korrespondenzen mit rund fünfzig verschiedenen Adressat:innen. Ein collagiertes Großbild versammelt einige der einprägsamen Figuren Schefflers zu einer Art Klassenfoto und lädt dazu ein, diese Charaktere auf den Umschlägen wiederzufinden.

Im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig ist parallel die Schwesterausstellung mit dem Titel „Verbriefte Freundschaft. Axel Schefflers fantastische Briefbilder“ vom 16. März 2022 bis 25. September 2022 zu sehen.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag (Feiertage): 10:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch: 10:00 - 20:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: mfk-frankfurt.de

Briefumschlag, den Axel Scheffler zum Ukraine-Krieg gestaltet hat und der anlässlich der Ausstellungseröffnung versteigert wird. © Axel Scheffler
12.03. - 24.07.2022

Von Monstern, Mäusen und Menschen. Axel Schefflers fantastische Briefbilder

Museum für Kommunikation

Schaumainkai 53
60596 Frankfurt am Main