Im Mai feiert das Festival der jungen Talente (FDJT) ein Jubiläum: Zum 10. Mal bringt das Festival unter der Federführung der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach künstlerische Disziplinen verschiedener Institutionen zusammen und fördert multidisziplinäre Formate. Im Fokus stehen hochschulübergreifende Projekte, die interdisziplinär, experimentell oder performativ sind. Das FDJT hat zum Ziel, die Zusammenarbeit der Studierenden verschiedener gestalterischer Fachrichtungen der regionalen Hochschulen zu verstärken und die Entstehung neuer experimenteller Arbeiten zu unterstützen.

Gastgeber ist auch in diesem Jahr, nach 2016 und 2018, wieder der Frankfurter Kunstverein. Ein Novum für den künstlerischen Nachwuchs, dem die institutionelle Präsentation zu überregionaler Sichtbarkeit verhilft – diesmal mit einer verlängerten Laufzeit von zehn Tagen. Für drei Performances wird zudem das Offene Haus der Kulturen, Uni-Campus Bockenheim, seinen Festsaal am 10. und 15. Mai zur Verfügung stellen.

Diese 10. Ausgabe bildet eine Kooperation zwischen den Institutionen Hochschule für Gestaltung Offenbach, Kunsthochschule Mainz, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Städelschule Frankfurt, dem Institut der Angewandten Theaterwissenschaft Gießen sowie den Studiengängen Dramaturgie und Curatorial Studies an der Goethe-Universität Frankfurt.

19 Projekte wurden von einer Jury für die Realisation ausgewählt. In Performances und Installationen befassen sich die Arbeiten der Ausstellung 2022 besonders mit queer-feministischen Fragestellungen sowie körperlichen und geistigen Zuständen des Dazwischens. Schwellenbereiche zwischen geschlechtlichen und kulturellen Identitäten sind dabei ebenso angesprochen wie Motive der Gemeinschaft und der Krise als Übergang zu einem kollektiven Potential.