Der menschliche Bedarf an Energie, Baumaterialien und Chemikalien hat ebenso wie der intensive Anbau von Nahrungsmitteln zum Rückgang natürlicher Ökosysteme geführt. Die ausgewählten Künstler*innen in Changing Ecosystems haben verschiedene Ökosysteme dokumentiert, indem sie deren aktuellen Zustand als Folge von Veränderungsprozessen erfassen. Diese zeitintensive und entschleunigte Herangehensweise ermöglicht es ihnen, die Auswirkungen globaler Entwicklungen auf die Flora und Fauna ausgewählter Gebiete detailliert offenzulegen.
Einerseits können die ausgestellten Werke als Indikatoren verstanden werden, die die Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt sichtbar werden lassen. Andererseits stehen sie für einen allmählichen Bewusstseinswandel. Sie zeigen, wie sich unser Verhältnis zur Natur verändert: Der Versuch des Menschen, die Natur zu unterwerfen, weicht langsam dem Wunsch, mit ihr in Einklang zu leben.
Können wir den Wert vielfältiger Ökosysteme auf der ganzen Welt durch die Bemühungen der Künstler*innen, diese Veränderungsprozesse sicht- und begreifbar zu machen, besser verstehen?

Mit Arbeiten von: Alexandra Baumgartner, Eline Benjaminsen, Antoinette de Jong & Robert Knoth, Douglas Mandry, Rohit Saha, Maria Sturm


Unter dem Titel From Where I Stand rückt die Biennale vom 19. März bis zum 22. Mai 2022 fotografische Positionen an den Schnittstellen von Kunst, Journalismus und Aktivismus in den Fokus. Die von der niederländischen Kuratorin Iris Sikking ausgewählten Künstler*innen beschäftigen sich vor allem mit den Eingriffen von Mensch und Technik in die Natur und deren gesellschaftliche Folgen. Mit ihren Arbeiten beziehen die rund 40 internationalen Künstler*innen, Kollektive und Fotograf*innen Stellung zu weltweiten Krisen. Die Biennale umfasst sechs Ausstellungen in sechs Häusern in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg sowie Installationen an den Hauptbahnhöfen Mannheim und Heidelberg. 
Die rund 40 internationalen Künstler*innen führen in sechs Ausstellungen vor Augen, wie eine nachhaltigere, inklusivere und lebenswertere Zukunft aussehen könnte. Gezeigt werden überwiegend Langzeitprojekte aus dem Bereich der erweiterten Dokumentarfotografie, die auf persönlichen Recherchen und individuellen Erfahrungen beruhen. Dabei sind sich die Künstler*innen ihres eigenen Standpunkts bewusst und berücksichtigen neben diesem auch Perspektiven von Menschen, mit denen sie intensiv zusammengearbeitet haben und die als Expert*innen des jeweiligen Themas involviert waren. Die Künstler*innen beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit komplexen gesellschafts- und umweltpolitischen Entwicklungen, mit dem aus dem Gleichgewicht geratenen Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Technik, mit Migrationsbewegungen sowie mit der Macht von Algorithmen. 


Öffnungszeiten:
Dienstag - Mittwoch: 11:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag: 11:00 - 20:00 Uhr
Freitag - Sonnatg: 11:00 - 18:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: hdkv.de