Charlotte Eifler, Mara Ittel, Edka Jarzab, Jessica Kessler, Kerstin Möller, Karol Radziszewski & Queer Archives Institute, Karolina Sobel, Liliana Zeic

Embrace ist eine nomadische Plattform für interdisziplinären kulturellen und künstlerischen Austausch, die nationale sowie internationale Kooperationen fördern möchte. Embrace Platform wurde von Karolina Sobel und Kerstin Möller im Jahr 2020 gegründet und vereint eine Vielzahl medialer Künste wie Videoarbeiten, Fotografie, Sound Installationen, Performances und Workshops. Die Ausstellung Embrace setzt sich für die geschlechtliche Gleichberechtigung und die Normalisierung von nicht-binären Geschlechteridentitäten in Deutschland, Polen und Europa ein. Der Schwerpunkt liegt auf dem künstlerischen Austausch zu den Themen LGBTQIA+ und Frauenrechte, sowie auf Formen des friedlichen Widerstands.

Als erstes Projekt der Plattform zeigt die Ausstellung im Badischen Kunstverein Positionen von eingeladenen polnischen Künstler:innen und Künstler:innen mit einem biografischen Bezug zu Karlsruhe. Die Beiträge von Liliana Zeic sowie Karol Radziszewski & Queer Archives Institute setzen sich mit der Perspektive der queeren Gesichtsschreibung in Polen auseinander. Zeic befasst sich mit der Geschichte der polnischen nicht-normativen Frauen anhand eines Porträts von Narcyza Zmichowska, der ersten polnischen Romanautorin, die Liebe und Leidenschaft zwischen Frauen thematisierte. Karol Radziszewski gibt einen Einblick in das Queer Archives Institute, eine von dem Künstler gegründete Institution als alternative Sammlung queerer Quellen und Kultur aus Mittel- und Osteuropa. Edka Jarzab erarbeitet zusammen mit den Workshop-Teilnehmer:innen ein Audio-Manifest, das sich mit dem Begriff ‚Safe Space‘ auseinandersetzt. Dort wird erkundet, wie normative, dominante Modelle die alltäglichen Auseinandersetzungen mit Queerness, Femmehood und Hochsensibilität erschweren. Mara Ittel und Charlotte Eifler, zwei von einer Jury ausgewählte künstlerische Positionen, befassen sich mit post-digitalen Welten aus einer queeren beziehungsweise feministischen Perspektive. Jessica Kessler interveniert in den Waschräumen des Badischen Kunstverein, um die eigene Binarität kritisch zu hinterfragen, indem sie eine Teilung von Rechts- und Linkshänder:innen vornimmt. Film Screenings in der Kinemathek, mit Interventionen von Karolina Sobel und Kerstin Möller, erweitern die Ausstellung.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 11:00 - 19:00 Uhr
Samstag - Sonntag (Feiertage): 11:00 - 17:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: badischer-kunstverein.de