Die erste Ausstellung des Jahres 2022 eröffnet auch eine neue Reihe im Wuppertaler Museum: Die erste „Freundschaftsanfrage“ gilt Hans-Christian Schink (geb. 1961 in Erfurt). Mit einer Präsentation, die Arbeiten der zurückliegenden zwei Jahrzehnte des Fotografen mit Hauptwerken aus der Sammlung zur Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert zusammenführt, eröffnet das Wuppertaler Museum eine Ausstellungsreihe, in der renommierte zeitgenössische Künstler eingeladen werden, sich mit den reichhaltigen Beständen des Hauses auseinanderzusetzen.
Schinks Werk beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Landschaft als Resul- tat der Interferenzen von Natur und gestaltetem Raum – ein geschichtsträchtiges Genre, dessen Konventionen und Codes er gleichermaßen bestätigt wie hin- terfragt.
Den Pionieren der Moderne wie Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Alfred Sisley, Paul Cézanne und Vincent van Gogh stellt Schink ausgewählte fotografische Arbeiten gegenüber. Eine herausragende Rolle wird dabei die von 2013 bis 2019 entstandene Reihe „Hinterland“ spielen, in der Schink mit ebenso viel Sachlichkeit wie Sensibilität die Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs erkundet. Ganz neu sind Schinks Unterwasserlandschaften: Statt den Blick in die Weite zu richten, blickt er hier in die (Un-)Tiefen von zunächst unscheinbar wirkenden Tümpeln und Wasserstellen.